Eine kritische Kununu-Bewertung lässt sich nicht nach Belieben löschen. Arbeitgeber können aber Beiträge zur Prüfung melden, wenn sie konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Kununu-Richtlinien haben. Sachliche Kritik an Arbeitsbedingungen bleibt grundsätzlich möglich, auch wenn ein Unternehmen sie anders bewertet.
Was Sie vor einer Meldung prüfen sollten
Speichern Sie den gesamten Beitrag, die URL und das Datum. Markieren Sie die beanstandeten Aussagen einzeln. Unterscheiden Sie zwischen Wertungen wie „die Kommunikation war schlecht“ und überprüfbaren Angaben, etwa einem behaupteten Arbeitszeitmodell. Ein Pseudonym allein beweist nicht, dass die Person nie dort gearbeitet hat.
- Mehrfachbewertung: Kununu beschreibt Regeln für wiederholte Bewertungen desselben Arbeitgebers. Dokumentieren Sie konkrete Auffälligkeiten, falls Sie einen Missbrauch vermuten.
- Unzutreffende Tatsachen: Halten Sie fest, welche Aussage Sie bestreiten und welche zulässig nutzbaren Unterlagen Ihre Einordnung stützen.
- Persönliche Angaben: Prüfen Sie, ob eine Passage schützenswerte Daten Dritter enthält; eine bloße Namensnennung führt nicht automatisch zur vollständigen Löschung.
Wie läuft die Prüfung bei Kununu?
Arbeitgeber können eine betroffene Bewertung über den Kununu-Support beanstanden. Benennen Sie die konkrete Textstelle und den vermuteten Richtlinienverstoß. Kununu beschreibt ein Verfahren, bei dem eine berechtigte Beanstandung zunächst zur Offline-Stellung führen kann. Anschließend kann der Verfasser um eine Überarbeitung oder einen Nachweis gebeten werden. Wird der Beitrag richtlinienkonform angepasst oder seine Authentizität belegt, kann er laut Kununu wieder online gehen. Eine vorläufige Offline-Stellung ist daher kein endgültiger Löschnachweis.
Prüfen Sie die Kununu-Erläuterung zum Prüfprozess und verfolgen Sie den Status. Falls der Beitrag bestehen bleibt, kann eine sachliche öffentliche Stellungnahme helfen, solange Sie keine vertraulichen Beschäftigtendaten preisgeben. Bei rechtlich schwierigen Vorwürfen empfiehlt sich eine fallbezogene Prüfung.